Vorstellung der neuen Preisträgerin in geselliger Runde

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Am Tag der Pressekonferenz zur Verkündung der neuen Preisträgerin am Montag, den 27.01.2020 lud die Gesellschaft Mitglieder und Interessierte zu einem literarischen „Get-together“ ein, um das Werk von Marica Bodrožić kennen zu lernen.

Im „Kapellchen“ konnte in gemütlicher Runde für viele der Erstkontakt mit dem vielfältigen Werk der Autorin geknüpft und schon so manche Lieblingsstelle entdeckt werden. Vorstandsmitglied Maria Behre initiierte durch die Präsentation ausgewählter Werke den Austausch über intertextuelle Leitmotive und anthropologische Grunderfahrungen.

Entdecken Sie selbst!

„Danio Kis notierte einmal, jeder Mensch sei ein Stern für sich. Um dieses Sternsein zu verstehen, muß man bereit sein, die engen Zäune der eigenen Biographie zu verlassen und sich weiter ins Offene zu denken. Unser Wohnort ist der Kosmos, nicht unsere Wohnung.“ (Sterne erben, Sterne färben, S. 98)

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3 Gedanken zu „Vorstellung der neuen Preisträgerin in geselliger Runde

  • März 30, 2020 um 10:17 am
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    Wie immer bei einem ersten Austausch, liegt ein besonderer Zauber über diesem „Anfang“, gerade in den Momenten unserer Tafelrunden nach dem Jury-Entscheid, wie bisher bei Michael Köhlmeier und Jenny Erpenbeck, unseren wirklichen Entdeckungen!
    Spezifische Lektüre-Funde und von Teilnehmenden freiwillig vorgelesene Passagen bleiben in Erinnerung und haben gerade die anwesenden Jury-Mitglieder bestätigt, diese Autorin als Entdeckerin des Inneren gewählt zu haben.
    Frau Doris Lauer konnte z.B., als sehr erfahrene Leserin, im kleinen, feinen Essay-Band „Das Auge hinter dem Auge. Betrachtungen“ (2015) eine Passage zum philosophischen Problem „Wer bin ich?“ intuitiv entdecken, vorstellen und vortragen. Darin wird versprochen und eingelöst, dass durch Lesen ein „Unterwegssein ohne die alten Gewichte“ (S.76) möglich wird: „Literatur zeigt uns, wie Inneres und Äußeres ineinandergreifen, auf welche Weise sie einander bedingen und in welchem Verhältnis das eine zu dem anderen steht.“ Ihre Rezension finden Sie unter unseren „Lektüretipps“!
    Darf ich alle Teilnehmenden herzlich auffordern, auch die anderen Stellen und Vortragenden hier als wichtige Erinnerung zu protokollieren?
    Mit der wunderbaren Stimme des Logopäden las ein männliches Mitglied z.B. aus dem Gedichtband „Lichtorgeln“ welchen Text?
    Herzlich grüßend
    Maria Behre

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    • April 13, 2020 um 2:59 pm
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      Das Burtscheider Kapellchen kannte ich nur von dem Kirchenbau her, und fand den Namen immer ziemlich witzig für den Klotz, und das gegenüberliegende Lokal gleichen Namens hielt ich für eine wenig attraktive Kneipe. Da kam eine Einladung zur Vorstellung der neuen Preisträgerin gerade recht: lerne deine Heimat kennen, und die mir unbekannte Autorin gleich mit.
      Was für eine Überraschung durfte ich erleben. Ich war länger nicht zum Stammtisch und das Treffen im September beim Ehrenwerttag war dem Sturm zum Opfer gefallen. Ich war also ganz schön neugierig. Also erstmal das Lokal: Es gab einen separaten Raum, er war hell und mit Fenstern und wie bei einem runden Tisch standen die Tische, wenn auch im Karee, so dass anders als in
      dem gewohnten Treff in der Stadt man ganz anders in´s Gespräck kommen konnte – und das geschah auch, ausgiebig. Man war einerseits zwar leider nicht in einem Speiselokal, aber dafür roch man auch nicht danach und musste nicht hinterher die Kleidung lüften. Und man wurde ausgesprochen unauffällig bedient.
      Und dann die Preisträgerin.
      Unsere Kulturbeauftragte hatte einen Büchertisch vorbereitet und ich war ein bißchen peinlich berührt: so viele – und ich kenne keins? Nun fährt bekanntermaßen einem Deutschlehrer (ich mag die Vokabel eigentlich nicht…) lebenslang ein Umzugswagen voll ungelesener Literatur hinterher, aber diese Frau hätte einem vielleicht im Feuilleton o.ä. mal auffallen können, oder?
      Und da lagen nun die Bücher nicht nur, man hatte sie auch (hoffentlich nicht alle!) gelesen und stellte sie vor, so dass ich inzwischen drei zu Hause habe und zwei teils mit Bewunderung, teils mit Vergnügen, teils mit Spannung gelesen habe. Und den Namen aussprechen kann ich auch, was für einen, der mit den Namen Marika Rökk und Gräfin Mariza was anfangen kann, ganz schön
      schwierig war. Mit anderen Worten: die neue Preisträgerin ist eine Entdeckung und ich bin gespannt auf die Preisverleihung usw. Und dann der Neuanfang!
      Wie schön, dass ein neuer Wind weht in der Gesellschaft, neue, wenn mir auch nicht unbekannte Akteure, neue Ideen, eine neue Ausrichtung derPreisträger: Hut ab!
      Ich bin mit dem Gefühl nach Haus gefahren, dass die WHG auf einem guten Weg weitergeht.

      W. Lorenz

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    • April 24, 2020 um 11:43 am
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      Es freut mich sehr, dass Frau Doris Lauer das Werk „Das Auge hinter dem Auge“ jetzt auch rezensiert hat
      vgl. auf unserer Homepage unter:
      Marica Bodrožić mit unseren Lektüretipps entdecken!

      Antwort

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