Die Gesellschaft und der aktuelle Vorstand

Die Walter-Hasenclever-Gesellschaft stellt sich vor

Die Walter-Hasenclever-Literaturgesellschaft e.V. wurde am 26. April 1996 in Aachen gegründet.

Sie ist eine literarische Vereinigung, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, das Verständnis für das Werk Walter Hasenclevers (1890 – 1940), die Literatur der Moderne im 20. Jahrhundert und die deutschsprachige Literatur der Gegenwart zu fördern.
Für ihre Mitglieder und eine breitere Öffentlichkeit veranstaltet sie Vorträge, Lesungen und literarische Gesprächsrunden. Sie gibt Publikationen heraus.
Damit möchte die WHG zu einer lebendigen Beschäftigung mit dem Schriftsteller, freiheitlichen Demokraten und überzeugten Europäer anregen und dazu beitragen, ihn im kulturellen Gedächtnis zu bewahren.

Insbesondere richtet sie die Verleihung des Walter-Hasenclever-Literaturpreises der Stadt Aachen aus, der alle zwei Jahre an deutschsprachige Autorinnen oder Autoren verliehen wird.

Die Gesellschaft sieht es als ein besonderes Anliegen, jungen Menschen das Interesse an Literatur zu vermitteln und mit örtlichen Schulen zu kooperieren.
Eine besondere Stellung nimmt dabei das Städtische Einhard-Gymnasium ein, an dem unter dem damaligen Namen „Staatliches Kaiser-Wilhelms-Gymnasium“ Walter Hasenclever 1908 das Abitur ablegte, und in dem seit 2007 eine Literaturpreis-AG arbeitet.

Die Walter-Hasenclever-Gesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt und Mitglied der ALG (Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten).

Der Vorstand der Walter-Hasenclever-Gesellschaft stellt sich vor

Jürgen Lauer, Erster Vorsitzender und Jury-Vorsitzender seit 2020:
Als ehemaliger Lehrer an der Schule Hasenclevers befasse ich mich seit dem Ende der siebziger Jahre mit diesem Schriftsteller und Journalisten. Als Mitbegründer der Gesellschaft und langjähriges Vorstandsmitglied (Schriftführer) sah ich immer mein besonderes Interesse darin, mit Vorträgen und Forschungsprojekten die Vielseitigkeit des Schriftstellers zu vermitteln. Ich wollte so dazu beitragen, ihn der Vergessenheit zu entreißen, zu der die Nazis ihn mit dem Verbot seiner Werke, seiner Ausbürgerung und Entrechtung verurteilt hatten.
Dies wird auch in der nächsten Zeit mein Hauptinteresse bleiben, denn über Walter Hasenclever gibt es noch einiges zu entdecken und zu berichten.
Dazu möchte ich mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach den Kontakt beleben; denn es versteht sich von selbst, mit der Einrichtung zusammenzuarbeiten, die Hasenclevers literarisches Erbe hütet und pflegt.

Miriam Trutnau, stellvertretende Vorsitzende seit 2019:
Als Schülerin des Einhard-Gymnasiums durfte ich die Preisverleihung an Oskar Pastior (2000) miterleben; während des Studiums konnte ich mit Maria Behre den Kontakt der Schülerinnen und Schüler mit dem Preisträger Christoph Hein (2008) vorbereiten. Seit 2010 freue ich mich, das Kollegium des Einhard-Gymnasiums mit meinen Fächern Deutsch und ev. Religion zu ergänzen. Mit Maria Behre biete ich die Literaturpreis-AG an, welche fächer- und jahrgangsstufenübergreifend arbeitet.
Mein besonderes Anliegen ist es, auch jüngeren Schülerinnen und Schülern einen Eindruck ihres „Mitschülers“ Walter Hasenclever und einen altersgerechten Zugang zu den Preisträgerinnen und Preisträgern zu vermitteln.

Dr. Maria Behre, Schriftführerin,
Jury-Mitglied für das Einhard-Gymnasium
Als Lehrerin an der Schule Hasenclevers gehört zu meinen Aufgaben die Kulturkoordination Europaschule der sprachlich-literarisch-künstlerischen Fächer, inklusive meiner Fächer Deutsch und Philosophie bzw. Praktische Philosophie, sowie der Kontakt zur RWTH Aachen in diesen Fächern.
Seit 1995 engagiere ich mich deshalb auch im Vorstand der Gesellschaft und in der Juryarbeit zur Findung der Walter-Hasenclever-PreisträgerInnen, wozu auch die Gestaltung von Gesprächen der PreisträgerInnen mit den SchülerInnen am Einhard-Gymnasium gehört.
Die unterrichtliche, fachdidaktische und wissenschaftliche Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung dieser Begegnungen soll weiterhin mein Interesse sein, auch im Rahmen der Literaturpreis-AG, die ich zusammen mit Kollegin Miriam Trutnau anbiete.

Dr. Stephanie Wolff-Rohé, Schatzmeisterin,
Jury-Mitglied für den Aachener Buchhandel:
Nach einigen Jahren der Mitgliedschaft wurde ich 2007 als Beisitzerin in den Vorstand gewählt, und zwei Jahre später übernahm ich das Amt der Schatzmeisterin.
Für mich als Philologin und Buchhändlerin ist die Literatur Lebensinhalt, und daraus ergibt sich mein Engagement in der Vorstandsarbeit und der Teilnahme am Preiskuratorium.

Doris Lauer, Beisitzerin:
Der Belletristik und dem Feuilleton galt – privat wie beruflich – immer schon mein besonderes Interesse.
Walter Hasenclevers Werk bietet durch die Vielfalt seiner Themen, Gattungen und Kontexte immer wieder Anreize zur gedanklichen Auseinandersetzung und zeigt in vielen Bereichen eine bemerkenswerte, manchmal fast beunruhigende Aktualität.
Mehrfach konnte ich als Mitglied der Gesellschaft seit ihrer Gründung daran mitwirken (durch Vorträge, Aufsätze, Herausgabe wiedergefundener Texte, Laudatio), den Autor und seine literarischen, journalistischen und essayistischen Veröffentlichungen sowie Arbeiten der Hasenclever-LiteraturpreisträgerInnen einem interessierten Publikum vorzustellen. Und gern arbeite ich als Beisitzerin im Vorstand der WHG weiter daran mit, Hasenclevers geistigem Erbe die Bekanntheit zu vermitteln, die es verdient.

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