Geschichte der WHG seit 1996

Eine kleine Chronik der

25 jährigen Vereinsgeschichte

zusammengestellt von Jürgen Lauer

(Gründungsmitglied der Walter-Hasenclever-Gesellschaft)

Aachen 2021

 

Editorische Notiz
Die vorliegende kleine Geschichte der Walter-Hasenclever-Gesellschaft ist keine „vereinsoffizielle“ Publikation, sondern von mir als Autor rechtlich allein zu verantworten. Wenn die abgedruckten Fotos – für die zur Person und dem Lebenskreis Walter Hasenclevers die Rechte grundsätzlich bei dem Deutschen Literaturarchiv Marbach liegen – ohne mein Wissen oder trotz meiner diesbezüglichen Nachprüfungen Rechte Dritter betreffen, bin ich für entsprechende Informationen und Nachweise dankbar, um die erforderlichen Ansprüche zu erfüllen.

Das logische Problem, in Berichtbeiträgen, in denen ich als aktiv Handelnder genannt werde, mich selbst in der dritten Person zu benennen, habe ich gar nicht erst mit Kunstgriffen zu lösen versucht. Es geht in dieser Darstellungsform eben nicht anders.
Das Titel-Porträt Hasenclevers wurde von mir nach einem Foto von 1916 grafisch mit der Software Prisma bearbeitet.

 

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      Warum eine literarische Gesellschaft gründen?

Die Gründung der Hasenclever-Gesellschaft war gleichzeitig ein Anfang und ein Rettungsversuch von Bestehendem.

Das, was gerettet werden sollte, war der bereits mehrmals in unregelmäßigen Abständen verliehene Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen, den 1983 der Aachener Suleman Taufiq erhalten hatte, 1989 der Iserlohner Walter Wehner, 1990 der Dresdener Michael Wüstefeld, 1993 die Berlinerin Emine Sevgi Özdamar und 1994 die Wienerin Elfriede Jelinek; der Förderpreis in diesem Jahr 1994 ging an den ostbelgischen Autor Ingo Jacobs.

Im Januar 1996 war die Fortsetzung dieser Institution wegen Haushaltskürzungen aus finanziellen Gründen nicht mehr möglich.
Um die Arbeit an Werk und Person Hasenclevers, des bedeutenden in Aachen geborenen Literaten, und die mit seinem Namen verbundene Literaturauszeichnung fortsetzen zu können, lud der Kulturdezernent Dr. H. B. Nordhoff im März 1996 Vertreter der Walter-Hasenclever-Forschungsstelle an der RWTH, des Germanistischen Instituts, des Kulturausschusses im Rat der Stadt, des Städtischen Einhard-Gymnasiums, des Aachener Buchhandels, des Presse-, Kultur- und Werbeamtes der Stadt, des Stadttheaters und des Schulamtes zu einem Grundsatzgespräch in das Löwensteinhaus ein.

Auf der Tagesordnung stand eine Neukonzeption der Form des Gedenkens an Walter Hasenclever, die Fortsetzung der Verleihung des Literaturpreises und die Zusammenarbeit mit Schulen und kulturellen Institutionen.
Als Ergebnis des Ideenaustausches beschloss ein Initiativkreis, zur Gründung einer Walter-Hasenclever-Gesellschaft eine Versammlung einzuberufen.

 

 

 

 

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